Zum Inhalt springen
Gesundformel

Nährstoffe

Blutdruck natürlich senken: Meine Fehler & Tipps

Blutdruck senken: Meine Erfahrungen mit Ernährung, Stress, Bewegung sowie Magnesium, Vitamin D3, K2 und Nattokinase einfach erklärt.

Von Nikolaj

Blutdruck natürlich senken meine Fehler und Tipps

Früher hätte ich niemals gedacht, dass ich einmal einen Blog über Gesundheit schreiben würde. Sieben Jahre lang war Fußball mein Leben. Ich war ständig in Bewegung, fit und voller Energie. Über meinen Blutdruck habe ich mir damals überhaupt keine Gedanken gemacht. Warum auch? Ich war jung und fühlte mich gesund.

Doch dann änderte sich alles. Der Sport fiel weg und nach und nach kamen Beschwerden, die ich mir überhaupt nicht erklären konnte. Plötzlich litt ich unter Schwindel, Herzrasen, Panikattacken und einem Gefühl, als würde ich den ganzen Tag neben mir stehen. Mein Kopf fühlte sich an, als wäre er in Watte gepackt. Das Schlimmste war aber die ständige Angst. Ich hatte das Gefühl, mit meinem Körper stimmt etwas überhaupt nicht.

Natürlich ging ich zum Arzt. Eigentlich sogar zu mehreren. Doch immer wieder hörte ich denselben Satz: “Sie sind doch noch jung. In Ihrem Alter hat man so etwas nicht.” Dabei zeigten die Messgeräte teilweise Werte, die alles andere als normal waren. Irgendwann bekam ich schließlich Bisoprolol verschrieben. Der Betablocker half tatsächlich. Die Beschwerden wurden besser und ich war erst einmal erleichtert.

Doch sobald ich versuchte, das Medikament wegzulassen, waren alle Symptome sofort wieder da. Genau an diesem Punkt stellte ich mir eine Frage, die mein Leben verändert hat: Warum behandelt man eigentlich nur die Symptome und sucht nicht nach der eigentlichen Ursache?

Genau diese Frage möchte ich in diesem Artikel mit dir gemeinsam betrachten.


Warum wir anfangen sollten, mehr Fragen zu stellen

Bitte versteh mich nicht falsch. Ich bin kein Gegner der Schulmedizin. Im Gegenteil. Medikamente können Leben retten und sind in vielen Situationen unverzichtbar. Ohne meinen Betablocker hätte ich damals wahrscheinlich noch viel stärker gelitten.

Was mich allerdings gestört hat, war etwas anderes. Über meine Ernährung sprach kaum jemand. Über meinen Stress ebenfalls nicht. Auch Schlaf, Bewegung oder mein Lebensstil spielten im Gespräch kaum eine Rolle. Stattdessen gab es ein Rezept und die Sache schien erledigt zu sein. Für mich fühlte sich das nicht richtig an. Deshalb begann ich, Bücher zu lesen, Studien anzuschauen und mich intensiv mit Ernährung und Gesundheit auseinanderzusetzen. Ich wollte verstehen, warum mein Körper überhaupt so reagierte.


Der Denkfehler, den viele machen

Ich erkläre das immer mit einem ganz einfachen Beispiel.

Stell dir vor, du fährst mit deinem Auto auf der Autobahn. Plötzlich leuchtet die rote Öllampe auf. Was würdest du tun? Würdest du den Mechaniker bitten, einfach das Lämpchen auszubauen, damit dich das rote Licht nicht mehr stört? Natürlich nicht. Du würdest nachsehen, warum die Lampe überhaupt leuchtet.Genau so sehe ich heute auch das Thema Blutdruck. Hohe Werte sind für mich oft ein Warnsignal. Sie sagen nicht automatisch, was die Ursache ist. Aber sie zeigen, dass sich ein genauer Blick lohnt. Deshalb finde ich es wichtig, nicht nur den Blutdruck zu messen, sondern auch den gesamten Lebensstil zu betrachten.


Meine Ernährung war ehrlich gesagt eine Katastrophe

Wenn ich heute zurückblicke, wundert mich eigentlich nichts mehr.

Mein Speiseplan bestand oft aus Pizza, Döner, Süßigkeiten und jeder Menge Fertigprodukte. Gemüse war eher die Ausnahme. Obst gab es vielleicht mal zwischendurch. Ich dachte damals, Hauptsache satt. Heute weiß ich, dass unser Körper aus dem besteht, was wir ihm täglich geben.

Nachdem ich meine Ernährung Schritt für Schritt umgestellt hatte, passierte etwas Erstaunliches. Ich fühlte mich fitter, hatte mehr Energie und mein allgemeines Wohlbefinden verbesserte sich deutlich. Natürlich war das kein Wunder über Nacht. Aber Woche für Woche merkte ich, dass mein Körper positiv auf die Veränderungen reagierte.

Seitdem versuche ich möglichst frisch zu kochen. Gemüse, Obst, hochwertige Eiweißquellen, gesunde Fette und wenig stark verarbeitete Lebensmittel gehören heute ganz selbstverständlich zu meinem Alltag.


Was passiert bei hohem Blutdruck eigentlich im Körper?

Ich bin kein Arzt, deshalb erkläre ich das ganz bewusst einfach.

Dein Herz funktioniert wie eine Pumpe. Mit jedem Schlag transportiert es Blut durch deinen Körper. Über das Blut gelangen Sauerstoff und Nährstoffe in jedes Organ. Sind die Blutgefäße elastisch und gesund, funktioniert das problemlos. Werden die Gefäße jedoch enger oder unflexibler oder muss das Herz gegen einen höheren Widerstand arbeiten, steigt der Druck in den Gefäßen. Wie genau es dazu kommt, kann viele Ursachen haben. Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, Stress, genetische Veranlagung oder bestimmte Erkrankungen können eine Rolle spielen. Auch die Ernährung kann den Blutdruck beeinflussen.

Deshalb glaube ich heute nicht mehr daran, dass es nur eine Ursache gibt. Meistens sind es viele kleine Dinge, die zusammenkommen.


Meine persönliche Unterstützung für einen gesunden Blutdruck

Neben meiner Ernährungsumstellung habe ich mich intensiv mit verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln beschäftigt.

Mir ist dabei wichtig zu sagen: Das hier sind meine persönlichen Erfahrungen. Ich sehe Nahrungsergänzungsmittel nicht als Wundermittel, sondern als Ergänzung zu einem gesunden Lebensstil.


Magnesium

Magnesium gehört für mich mittlerweile zu den wichtigsten Mineralstoffen überhaupt. Es unterstützt viele Prozesse im Körper und spielt unter anderem eine Rolle für die normale Funktion von Muskeln und Nerven. Dazu gehören auch die feinen Muskelzellen in den Blutgefäßen. Sind diese entspannt, können sich die Gefäße besser anpassen. Ich versuche meinen Bedarf zuerst über Lebensmittel wie Kürbiskerne, Mandeln, Haferflocken und grünes Gemüse zu decken. Wenn ich merke, dass ich das im Alltag nicht schaffe, ergänze ich mit einem hochwertigen Magnesiumpräparat.

Ich persönlich habe damit gute Erfahrungen gemacht und fühle mich insgesamt deutlich ausgeglichener. Wie wichtig Magnesium gerade in besonderen Lebensphasen sein kann, habe ich auch in meinem Artikel über Magnesium am Ende der Schwangerschaft genauer beschrieben.

Quellen

  1. [1]Kass, L., et al. (2012): "Effect of magnesium supplementation on blood pressure: a meta-analysis." European Journal of Clinical Nutrition.

Vitamin D3 und K2

Auch Vitamin D3 und K2 gehören für mich fest dazu. Vitamin D übernimmt im Körper viele Aufgaben und ist unter anderem für Knochen, Muskeln und das Immunsystem wichtig. Vitamin K2 aktiviert bestimmte Eiweiße, die Calcium an die richtigen Stellen im Körper bringen. Dadurch unterstützt es den normalen Knochenstoffwechsel.

Mich hat besonders fasziniert, dass beide Vitamine zusammenarbeiten. Deshalb nehme ich sie persönlich immer gemeinsam ein. Vorher lasse ich allerdings regelmäßig meinen Vitamin D Spiegel kontrollieren, denn einfach hohe Mengen einzunehmen halte ich nicht für sinnvoll. Ob Vitamin D3 und K2 den Blutdruck direkt verbessern, ist wissenschaftlich bislang nicht eindeutig belegt. Für mich gehören sie trotzdem zu einem gesunden Gesamtkonzept.

Quellen

  1. [1]Maresz, K. (2015): "Proper Calcium Use: Vitamin K2 as a Promoter of Bone and Cardiovascular Health." Integrative Medicine: A Clinician's Journal.

Nattokinase

Ein Nahrungsergänzungsmittel, das noch relativ unbekannt ist, heißt Nattokinase. Dieses Enzym stammt aus dem traditionellen japanischen Lebensmittel Natto, das aus fermentierten Sojabohnen hergestellt wird. Mich hat das Thema fasziniert, weil Nattokinase derzeit wissenschaftlich untersucht wird. Dabei geht es unter anderem um ihren möglichen Einfluss auf die Durchblutung und den natürlichen Abbau von Fibrin, einem Bestandteil von Blutgerinnseln. Einige kleinere Studien deuten darauf hin, dass Nattokinase sich positiv auf bestimmte Herz Kreislauf Parameter auswirken könnte. Gleichzeitig ist die Studienlage noch nicht eindeutig.

Ich persönlich habe mich deshalb entschieden, Nattokinase in meine tägliche Routine aufzunehmen. Das bedeutet aber nicht, dass ich jedem dazu raten würde. Wer Blutverdünner einnimmt oder gesundheitliche Vorerkrankungen hat, sollte vorher unbedingt mit seinem Arzt sprechen.

Quellen

  1. [1]Kim, J. Y., et al. (2008): "Effects of nattokinase on blood pressure: a randomized, controlled trial." Hypertension Research.

Bewegung war für mich ein echter Wendepunkt

Früher dachte ich immer, man müsse stundenlang joggen oder Gewichte stemmen. Heute weiß ich, dass schon regelmäßige Spaziergänge einen Unterschied machen können. Bewegung stärkt das Herz, verbessert die Durchblutung und hilft dabei, Stress abzubauen. Gerade Stress wird meiner Meinung nach oft unterschätzt. Wenn wir dauerhaft unter Druck stehen, schüttet unser Körper Stresshormone aus. Das kann sich unter anderem auch auf den Blutdruck auswirken. Deshalb gehören heute Spaziergänge, Krafttraining und bewusste Pausen genauso zu meinem Alltag wie gesunde Ernährung.


Kleine Veränderungen machen am Ende den größten Unterschied

Viele Menschen suchen nach einer einzigen Wunderpille. Die habe ich bis heute nicht gefunden. Was ich stattdessen gefunden habe, sind viele kleine Stellschrauben.

  • Mehr Gemüse.
  • Mehr Bewegung.
  • Mehr Schlaf.
  • Weniger Zucker.
  • Weniger Fertigprodukte.
  • Weniger Stress.

Genau diese kleinen Veränderungen haben bei mir langfristig den größten Unterschied gemacht.


Mein Fazit

Wenn ich heute auf meine Geschichte zurückblicke, bin ich fast dankbar für diese schwierige Zeit. Sie hat mich gezwungen, meinen Körper besser kennenzulernen und Verantwortung für meine Gesundheit zu übernehmen.

Ich glaube nicht, dass jeder Bluthochdruck allein durch Ernährung verschwindet. Dafür gibt es einfach zu viele unterschiedliche Ursachen. Medikamente können wichtig und notwendig sein. Trotzdem bin ich überzeugt, dass wir unseren Lebensstil viel stärker in den Mittelpunkt stellen sollten.

Mein Ziel mit diesem Blog ist nicht, dir zu sagen, was du tun musst.

Ich möchte dich vielmehr dazu motivieren, Fragen zu stellen, dich zu informieren und deinen Körper besser zu verstehen. Denn niemand verbringt mehr Zeit mit deiner Gesundheit als du selbst.

Wenn du neben der Ernährung noch tiefer einsteigen willst: Auch Kurkuma wirkt entzündungshemmend und kann ein weiterer kleiner Baustein für dein Herz-Kreislauf-System sein.


Häufige Fragen

Kann man den Blutdruck natürlich verbessern?

Je nach Ursache können eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und weniger Stress einen positiven Einfluss auf den Blutdruck haben. Medikamente sollten jedoch niemals eigenständig abgesetzt werden.

Welche Lebensmittel können einen gesunden Blutdruck unterstützen?

Ich setze vor allem auf Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und hochwertige Eiweißquellen. Gleichzeitig versuche ich stark verarbeitete Lebensmittel möglichst zu vermeiden.

Welche Nahrungsergänzungsmittel nehme ich persönlich?

Ich persönlich nutze Magnesium, Vitamin D3 zusammen mit K2 und Nattokinase. Das ist meine eigene Entscheidung und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Wie wichtig ist Bewegung für den Blutdruck?

Aus meiner Erfahrung ist Bewegung einer der wichtigsten Bausteine. Schon tägliche Spaziergänge können einen positiven Unterschied machen und gleichzeitig helfen, Stress abzubauen.

Was war bei mir die größte Veränderung?

Ganz klar meine Ernährung. Erst als ich aufgehört habe, mich überwiegend von Fast Food und Fertiggerichten zu ernähren, habe ich gemerkt, wie stark sich mein allgemeines Wohlbefinden verbessert hat.

Auf Pinterest merken

Gefällt dir der Artikel? Merk ihn dir für später.

Das könnte dich auch interessieren